Bahnprojekt Ostkorridor

Umwelt-, Natur- und Artenschutz

Zauneidechsenweibchen (Lacerta agilis) (Foto: DB AG/Frank Kniestedt)
Zauneidechsenweibchen (Lacerta agilis) (Foto: DB AG/Frank Kniestedt)

Um frühzeitig Konflikte zwischen der technischen Planung an den Bauwerken und den erforderlichen Maßnahmen aus dem Naturschutz zu erkennen, werden zunächst Kartierungen (Fauna und Flora) durchgeführt.
In diesem Jahr wird ein Teil der Geländeaufnahmen durchgeführt. Dies geschieht während der Kartierungssaison. Ein entsprechendes Kartierungskonzept wurde vor dem Start der Kartierungen mit den Vertreterinnen der zuständigen Naturschutzbehörden im 1. Quartal 2018 besprochen. Die faunistischen Kartierungen bauen methodisch auf den sogenannten Methodenblättern auf, die den derzeitig geltenden fachlichen Standard darstellen.
Im Einzelnen werden folgende Kartierungen in 2018 durchgeführt:

  • Detailbiotopkartierung
  • Revierkartierung der Brutvögel
  • Horst- und Nestersuche von Großvögeln
  • Erfassung von Baumhöhlen zur Feststellung von Quartieren bzw. Lebensstätten der Fauna
  • Fischotter und Biber durch indirekte Nachweise (Baue, Burgen, Einbrüchen/Röhren, Rutschen, Wechsel etc.) im Bereich der umliegenden Gewässer
  • Fledermäuse mittels Transektkartierung mit Fledermausdetektor
  • Amphibien in allen geeigneten Gewässern entlang der Bahnstrecke
  • Artengruppen Haselmaus und Großschmetterlinge
  • Reptilien in den Bereichen der zukünftigen Baufelder
So werden derzeit in den Bereichen von Gewässerquerungen die Erfordernisse von Querungshilfen und die Gewährleistung dieser durch die Bestandsbauwerke geprüft. Ebenso werden die Erkenntnisse bei der Erarbeitung der Zuwegungskonzepte mit den Ergebnissen der Kartierungen abgeglichen.
 
Ausblick:
Im Rahmen der Überarbeitung der vorhandenen Planung werden erforderliche Fachgutachten erstellt. Hierzu zählen der UVP-Bericht, der Landschaftspflegerische Begleitplan sowie der Fachbeitrag Artenschutz. Ziel ist es im 3. Quartal 2018 entsprechende Planungsbüros gebunden zu haben.
Bis September werden die Fachplanungsbüros für UVP-Bericht, LBP, Artenschutzbeitrag und FFH-VP feststehen und zeitnah mit der Erstellung der Scopingtischvorlage beginnen. In diese Unterlage werden erste Ergebnisse der ersten Kartierungssaison 2018 einfließen.
Ziel ist es, im 4. Quartal 2018 den Scopingtermin durchzuführen, um die Umweltplanung weiter termingerecht fortzuführen.
 

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